Mainz bleibt Mainz, heißt ein Mainzer Sprichwort, welches man zumeist in der Faschingszeit zu hören bekommt. Dies galt bis zuletzt auch für den FSV Mainz 05, einen Verein, der trotz bescheidener finanzieller Voraussetzung nun bereits in seine zehnte Bundesliga-Spielzeit in Folge geht. Doch was für andere Vereine nichts Besonderes mehr wäre, ist in Mainz jedoch keinesfalls selbstverständlich. Denn der FSV ist ein klassischer Ausbildungsverein, der bereits seit Jahren seine besten Spieler traditionell ziehen lassen muss.

Im Anschluss daran sind dann die Verantwortlichen in Mainz am Zug, wenn es darum geht, die nächste Mannschaft zusammenzustellen, die dann erneut die Mission Klassenerhalt angeht. Eine wichtige Rolle hat bei diesem Vorhaben stets auch das Mainzer Publikum gespielt, welches zu jedem Zeitpunkt hinter seiner Mannschaft stand und diese nach vorne peitschte.

Doch besonders in der vergangenen Saison schien dieses Vertrauensverhältnis, zum einen aufgrund der sportlichen Lage sowie zum anderen aufgrund interner Querelen, scheinbar einige Risse bekommen zu haben.

Erst gegen Ende der Saison 2017/18 zeigte der FSV Mainz 05 dann wieder das, was ihn auszeichnet, Leidenschaft auf dem Rasen und unbändige Unterstützung von den Rängen. Doch trotz Platz 14, der mit 36 Punkten erreicht wurde und den Klassenerhalt bedeutete, steht Mainz auch in der kommenden Saison vor einer großen Herausforderung.

Denn wieder einmal muss der aktuelle Trainer, Sandro Schwarz, drei seiner wichtigsten Spieler aus der Vorsaison ersetzen. So verließen mit Abdou Diallo, Suat Serdar und Yoshinori Muto gleich drei Stützpfeiler den FSV in diesem Sommer. Ersetzt werden sollen diese Spieler in der kommenden Saison durch Jean-Philipper Mateta, der von Olympique Lyon kam, Pierre Kunde der von Atletico Madrid verpflichtet wurde sowie Moussa Niakhate, der vom FC Metz aus Frankreich nach Mainz wechselt.

Jedoch wird man in Mainz, wie jedes Jahr, erst einmal die ersten Spiele der Saison abwarten müssen, bevor man weiß, ob die Neuverpflichtungen die Abgänge auch wirklich ersetzen können.