Hält die Dominanz des FC Bayern weiter an ?

Was für manche auf Facebook nur ein beiläufiger Witz ist, das ist für die Fußball-Bundesliga bittere Realität. Denn in diesem Sommer werden erstmals Kinder eingeschult, die nie einen anderen deutschen Meister als den FC Bayern München erlebt haben. Letztmals konnte mit Borussia Dortmund in der Saison 2011/12, damals noch unter Jürgen Klopp, eine andere Mannschaft als die Bayern die Meisterschale in die Höhe strecken.

In den vergangenen sechs Jahren hieß der Meister dagegen immer FC Bayern München und das mit einem zum Teil gewaltigen Punktevorsprung vor der Konkurrenz, die sich zudem alles andere als beständig zeigt.

Doch es besteht wieder ein wenig Hoffnung aufseiten der Konkurrenz. So zeigten die Bayern zum Ende der vergangenen Saison teils ungewohnte Schwächen, so wurde unter anderem das DFB Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt in Berlin mit 1:3 verloren.

Zwar wurde andererseits auch das Champions League Finale nur knapp verpasst, als man gegen den späteren Sieger in diesem Wettbewerb, Real Madrid, äußerst unglücklich ausschied, dennoch wurde danach der Ruf nach echten Verstärkungen laut. Doch auf dem Transfermarkt hielten sich die Bosse der Münchner in dieser Transferperiode vornehm zurück und verpflichteten einzig und allein den ablösefreien Leon Goretzka vom FC Schalke 04 sowie den 17-jährigen kanadischen Nationalspieler Alphonso Davies, welcher jedoch erst im Winter von den Vancouver Whitecaps aus der US-amerikanischen MLS nach München wechseln wird.

Daneben kehrten zudem die zuletzt ausgeliehenen Spieler Renato Sanches und Serge Gnabry zurück. Doch auch vor dem Hintergrund, dass sowohl Franck Ribery als auch Arjen Robben in ihre wohl letzte Spielzeit in München gehen werden, hätten sich nicht wenige etwas mehr Aktivität der Bayern auf dem Transfermarkt erwartet.

Zwar ist der Kader auf sämtlichen Positionen doppelt besetzt, doch besonders auf den offensiven Außenbahnen, wo neben Robben und Ribery nur Kingsley Coman und Rückkehrer Serge Gnabry im Kader stehen. Bei Verletzungen oder Leistungsschwankungen könnte diese Position daher am ehesten zu einem Problem werden.