Dass RB Leipzig kein Verein wie jeder andere ist, das wurde vielen schon in der ersten Bundesliga-Saison der Leipziger klar. Dort wurde man hinter dem FC Bayern München bereits auf Anhieb Vizemeister und qualifizierte sich auf diesem Weg für die Champions League.

Doch selbst RB hatte in der vergangenen Saison, der zweiten Bundesliga-Saison überhaupt, mit dem verflixten zweiten Jahr nach dem Aufstieg so seine Probleme. Dabei spielte man jedoch keinesfalls gegen den Abstieg, sondern schloss die Saison als sechster ab und erreichte somit zumindest erneut den europäischen Wettbewerb.

Dennoch trennten sich nach Saisonende die Wege des Vereins und seines Trainers Ralph Hasenhüttl, der um die Auflösung seines Vertrags gebeten hatte, nachdem die Kritik aus dem Umfeld des Vereins immer weiter zugenommen hatte.

So stand in der Sommerpause die Suche nach einem neuen Übungsleiter ganz oben auf der Agenda von Sportdirektor Ralf Rangnick, und dieser wurde in Person von Julian Nagelsmann auch gefunden. Allerdings übernimmt Nagelsmann die Leipziger Mannschaft erst zur kommenden Saison 2019/20 und wird zuvor seinen Vertrag bei der TSG Hoffenheim erfüllen.

So sicherte sich RB zwar eines der größten Trainertalente in Deutschland überhaupt, stand jedoch auch nach der Bekanntgabe weiter ohne Trainer für die kommende Saison da.

Und da man in Leipzig der Meinung war, dass die Verpflichtung eines neuen Trainers für eine Saison ein zu großes Risiko beinhaltet, macht es Sportdirektor Rangnick einfach selbst. Bereits in der Saison 2015/16 hatte man mit diesem Modell Erfolg, als Rangnick mit der Mannschaft den Aufstieg in die Bundesliga feiern konnte.

Das schürt natürlich die Hoffnungen der Leipziger auf eine erfolgreichere Saison als die vergangene. Dabei steht vor allem der spielerische Stil der Mannschaft im Vordergrund, die in vielen Phasen der vergangenen Spielzeit nicht ihr volles Potenzial abrufen konnte. Daran soll nun Rangnick arbeiten, damit RB in Zukunft wieder durch seinen Tempo- und Angriffsfußball von sich reden macht.