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Was war das für eine Party, die sich in Frankfurt im Mai, nach dem Pokalsieg der Frankfurter Eintracht im Finale gegen den FC Bayern München, abspielte. Tausende Menschen strömten in die Frankfurter Innenstadt zum „Römer“, um mit der Mannschaft diesen historischen Triumph zu feiern. So etwas hatte es in Frankfurt letztmals 1988 gegeben, als die Eintracht ebenfalls im DFB-Pokal siegreich war.

Doch der Pokalsieg scheint schon vor Beginn der Saison 2018/19 eine schwere Hypothek für die Mannschaft zu sein, die nach dem Pokalerfolg eine Reihe von Abgängen zu verzeichnen hatte. Neben Trainer Niko Kovac, dessen Abschied nach München bereits vor dem Pokalerfolg feststand, verließen zudem die Stammspieler Lukas Hradecky, Marius Wolf, Omar Mascarell, Kevin-Prince Boateng sowie auch die Frankfurter Identifikationsfigur Alexander Meier die Eintracht.

Zwar war mit Adi Hütter ein neuer Übungsleiter schnell gefunden und auch die Abgänge in der Mannschaft konnten, zumindest auf dem Papier, kompensiert werden. Doch wie lange dauert es, um aus der veränderten Mannschaft eine zu machen, die sich auch als solche auf dem Rasen präsentiert?

Wie es scheint, deutlich länger, als so mancher in und um Frankfurt angenommen hatte. Wurde das 0:5 vor Heimischer Kulisse im Supercup gegen den FC Bayern noch kleingeredet, schrillen nun bereits eine Woche vor Saisonauftakt der Bundesliga die Alarmglocken in Frankfurt. Denn in Ulm schied die Eintracht bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals bei dem Viertligisten SSV Ulm aus. Damit ist bereits jetzt eine Wiederholung des Erfolgs aus der vergangenen Saison nicht mehr möglich.

Zudem machen die bisherigen Auftritte der Mannschaft nur wenig Mut, dass der Eintracht erneut eine sorgenfreie Bundesliga-Saison bevorsteht. Vielmehr haben viele im Frankfurter Umfeld nun die Befürchtung, dass es in der kommenden Saison in Frankfurt nur um den Klassenerhalt gehen könnte.

Es sei denn, Trainer Adi Hütter dreht in den kommenden Wochen noch an einigen Stellschrauben, sodass die Mannschaft in der Bundesliga ein anderes Gesicht zeigt.