Der 1. FC Nürnberg ist seit jeher ein Verein der Gegensätze, so stehen auf der Haben-Seite insgesamt neun deutsche Meisterschaften sowie zudem vier Siege im DFB Pokal.

Allerdings ist der Club, wie der 1. FC Nürnberg häufig bezeichnet wird, auch der Rekord-Ab- und -Aufsteiger, mit bislang acht Aufstiegen und somit nur einem weniger als die Anzahl der bisherigen Meisterschaften.

Ebenfalls historisch ist dabei, dass der 1. FC Nürnberg sowohl als amtierender Meister, in der Saison 1968/69, sowie auch als amtierender Pokalsieger, in der Saison 2007/08, den Gang in die Zweite Liga antreten musste.

Nun ist der Club nach vier Spielzeiten im Unterhaus wieder in der Bundesliga angekommen und möchte sich nun natürlich am liebsten dauerhaft in dieser Spielklasse etablieren. Doch das wird für die Mannschaft, die in der vergangenen Saison auf Platz Zwei in der 2. Fußball Bundesliga abschloss, alles andere als leicht werden.

Denn in Nürnberg fehlt es vor allem an finanziellen Mitteln, sodass die Mannschaft in der vergangenen Saison zum großen Teil mit Talenten und Leihspielern verstärkt werden konnte. Lediglich auf der Torwart-Position verpflichtete man mit Christian Mathenia vom Hamburger SV einen Spieler, der seine Qualitäten in Liga Eins bereits unter Beweis stellen konnte.

Ansonsten setzt Trainer Michael Köllner in erster Linie auf die Aufstiegsmannschaft der vergangenen Saison, welche jedoch ebenfalls nicht vollständig zusammengehalten werden konnte. So verließ Kevin Möhwald den Club ablösefrei in Richtung Bremen und zudem endeten auch die Leihverträge weiterer Spieler.

Dennoch liegt es nicht in der Natur von Michael Köllner, nach Ausreden zu suchen oder Verstärkungen zu fordern, stattdessen möchte der Aufstiegstrainer mit seiner Mannschaft auch in Liga Eins durch deren Spielweise überzeugen und sich nicht allein mit dem Klassenerhalt zufrieden geben.

Ob solche Aussagen allerdings in Nürnberg dazu beitragen, die Erwartungshaltung im Umfeld auf dem Boden zu halten, ist äußerst fraglich. Denn schließlich stellen die Fans der Franken seit jeher auch schnell mal überhöhte Anforderungen an ihren Club.