Braucht der BVB noch einen Stürmer ?

Es ist eine der Fragen, welche Borussia Dortmund bereits seit dem Wechsel von Pierre-Emerick Aubameyang in der vergangenen Wintertransferperiode beschäftigt. Dabei dachte zu Beginn der vergangenen Rückrunde so mancher, man hätte dessen Ersatz in Person von Michy Bashuayi bereits gefunden. Doch auch sieben Tore in nur zehn Spielen für die Gelb-Schwarzen konnten die Entscheidungsträger, in Form von Sportdirektor Michael Zorc und Vereinspräsident Hans-Joachim Watzke, nicht überzeugen.

Als dann mit Lucien Favre in der Sommerpause der neue Übungsleiter für die kommende Saison bekanntgegeben wurde, machten bereits Spekulationen über eine Verpflichtung von Mario Balotelli die Runde, der unter Favre bereits zuvor in Nizza erfolgreich gespielt hatte. Doch derartige Spekulationen dementierte besonders der neue Trainer vehement.

Im August war der BVB dann schließlich von einem Spieler derart überzeugt, dass sie 20 Millionen Euro für diesen auf den Tisch legten. Allerdings handelte es sich bei diesem nicht, wie zu erwarten, um einen Stürmer, sondern um den defensiven Mittelfeldspieler Axel Witsel, der zuvor bei der Weltmeisterschaft in Russland mit der belgischen Nationalelf den dritten Platz belegt hatte.

Damit stehen im Kader des BVB zehn Spieler, die für die Positionen im defensiven und zentralen Mittelfeld infrage kämen. Dem gegenüber stehen jedoch mit Maximilian Philip und Marco Reus nur zwei Spieler, welche für die Position in der Sturmspitze infrage kämen und von denen der eine, nämlich Marco Reus, seine Stärken eher auf der linken offensiven Außenbahn hat und nicht im Sturmzentrum.

Somit stellt sich so langsam, kurz vor dem Saisonstart, die Frage, ob sich der BVB in der Stürmersuche auf dem Glatteis bewegt. Zwar betonen sowohl der Trainer als auch der Sportdirektor immer wieder, dass das vorhandene Spielermaterial fraglos ausreichend sei, jedoch ist es auch ein offenes Geheimnis, dass die verantwortlichen den Markt weiterhin nach einem Stürmer absuchen.

Denn bereits nach der Verletzung von Michy Batshuayi zum Ende der vergangenen Saison konnte der Verzicht eines echten Mittelstürmers nur mit Mühe und Not aufgefangen werden, was den Verantwortlichen eine Warnung sein sollte.