Borussia Dortmund: Zurück in die Vergangenheit

Borussia Dortmund, das war in der vergangenen Saison so manches Mal der Kampf mit den eigenen Ansprüchen. Oft mehr Krampf statt Kampf und eine Mannschaft, die nur selten dazu in der Lage war, beständige Leistungen abzurufen. Da war beispielsweise das Spiel gegen Schalke vor heimischer Kulisse, am 13. Spieltag. Zur Halbzeit führte der BVB mit 4:0, doch nach dem 4:1 in der 61. Spielminute brachen bei der Borussia alle Dämme und das Spiel endete noch 4:4.

Dabei hatte die Saison des BVB zunächst noch so gut begonnen. Noch am siebten Spieltag lag man unter dem neuen Trainer Peter Bosz, der Thomas Tuchel beerbt hatte, ungeschlagen auf Platz eins der Bundesliga-Tabelle. Nur drei Spieltage darauf lag die Borussia plötzlich mit drei Punkten hinter dem FC Bayern auf Platz zwei.

An die Tabellenspitze kehrte der BVB jedoch auch nach der Entlassung von Peter Bosz und der Installierung von Peter Stöger nicht mehr zurück. Am Ende zog man nur aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber den Punktgleichen Leverkusenern in die Champions League ein und in der Europa League kam bereits im Achtelfinale das Aus gegen Red Bull Salzburg.

All das veranlasste die Verantwortlichen des BVB zum Handeln und so wirkt der eingeschlagene Weg in Dortmund so ein wenig wie ein Zurück in die Vergangenheit. So soll der ganze Verein in Zukunft wieder als geschlossene Einheit agieren, wozu auch gehört, dass die Mannschaft sich auf dem Rasen wieder für den Erfolg des Vereins zerreißt und zudem wieder als eine Einheit auftritt.

Zu diesem Zweck wurde Sebastian Kehl als Leiter der Lizenzspielerabteilung installiert und soll in dieser Funktion zukünftig als Bindeglied zwischen der Mannschaft und den Verantwortlichen fungieren. Daneben konnte zudem auch Matthias Sammer, ehemals Meister als Spieler und Trainer mit der Borussia, als externer Berater gewonnen werden.

All das spricht dafür, dass der BVB zukünftig wieder mit alten Tugenden zurück zum Erfolg gelangen möchte.